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»Der russische Formalismus, das ›literarische Verfahren‹ und die ›literarische Evolution‹«

von Florian Grundei

Sankt Petersburg, Nevsky Prospekt, vor 1917.
Sankt Petersburg, Nevsky Prospekt, vor 1917.

Soziale Implikationen und Methoden

 

 

Ein Kritikpunkt, der dem russischen Formalismus oft entgegnet wird, besteht in der Behauptung, dieser sei eine ahistorische Theorie, da er sich ausschließlich mit der literaturimmanenten Formveränderung beschäftige. Jurij Striedter widerspricht dieser Kritik und betont, dass die Formalisten die historische Komponente von Literatur ganz eindeutig in ihre Theorie integrieren.[1] Die Literatur baut sich den Formalisten zufolge aus jenen Dingen auf, die gewesen sind, aus den Teilen ihres alten Bestandes, aus Bausteinen, die sich nun wieder in einer neuen Form zusammensetzen. Das Kunstverständnis der Formalisten fußt neben einer ethisch-sozialen Komponente – für Schklowskij existiert die Kunst zum Zweck der Wiederherstellung der »Empfindung des Lebens«[2] – auf einem bestimmten Verständnis von Geschichtlichkeit. Dies beschreibt Boris Eichenbaum:

Uns kommt es darauf an, in der Evolution Anzeichen für eine geschichtliche Gesetzmäßigkeit aufzuspüren; deshalb schieben wir alles beiseite, was von diesem Standpunkt aus »zufällig« und der Geschichte nicht angehörend erscheint. Uns interessiert der Prozeß der Evolution als solcher, die Dynamik der literarischen Formen, soweit man sie an Fakten der Vergangenheit feststellen kann. Das Zentralproblem der Literaturgeschichte ist für uns das Problem der Evolution außerhalb der Person, die Bestimmung der Literatur als eines eigentümlichen Sozialphänomens.[3] [Hervorhebungen im Original]

 

Das Hauptaugenmerk der Formalisten liegt also in der Betrachtung der Literatur als dynamischen Prozess. Diese Dynamik entsteht mittels der Veränderbarkeit der literarisch-stilistischen ›Verfahren‹. Ein literarisch-stilistisches Verfahren ist in den Augen der Formalisten das motivierende Moment der Produktion literarischen Materials und durch bestimmte Analogien bestimmbar. Die Formalisten befinden sich in ihren Forschungsbestrebungen auf der Spur dieser Analogien, anhand derer sie Rückschlüsse auf die Mittel ziehen, mit denen die Verfahren vollzogen werden. Diese Rückschlüsse wiederum bieten ihnen die Grundlage für die gattungsspezifische Kategorisierung und Kanonisierung der Literatur. Schklowskij stellt »allgemeine Verfahren«[4] wie Wiederholung, Parallelismus, Reihung, Beschleunigung, Entschleunigung und Stufung in der Literatur fest und belegt anhand von Beispielen, wie diese Verfahren entweder die oben genannten systematischen ›Generierungsregeln‹ befolgen, oder aber gegen sie arbeiten, gegen diese agitieren und schließlich ein neues System begründen.

                  In seinen wissenschaftlichen Abhandlungen betrachtet Schklowskij die Entwicklung von Stil und Sujet in bestimmten Gattungen, beispielsweise dem Märchen. Er beschreibt dabei ein von ihm als »Sujetfügung«[5] bezeichnetes Phänomen der Reihung und Stufung, das auf der gattungsspezifischen systematischen Struktur der literarischen Verfahren des betrachteten Materials basiert. Schklowskij schreibt über das Sujet:

Das Sujet beruht auf dem gleichen Wechsel der Wichtigkeit der Handlungen, das heißt: die Handlungen ordnen sich in einer Reihe an, die, nach Maßgabe der Wichtigkeit, ansteigt. Das Letzte erweist sich so unvermeidlich als das Wichtigste, die anwachsende Wichtigkeit der vorhergehenden Handlungen führt darauf zu.[6]

 

Worum es den Formalisten also geht, ist die komparative Analyse bestimmter formaler Methoden der literarischen Verfahren. Anhand dieser Analyse schließen sie auf bestimmte gattungsspezifische Elemente und versuchen eine Art ›Blaupause‹ des Systems Literatur zu zeichnen, die Systematik der »automatisierten«[7] Tradierung und ihrer Ablösung durch die ›literarische Evolution‹. Erstaunlicherweise lassen sich hier deutliche Parallelen erkennen zur wissenschaftlichen ›Matrix‹ Thomas S. Kuhns. Kuhn geht – dies wird im nachfolgenden Kapitel näher erläutert – von einer ›Normalwissenschaft‹ aus, die sich unter bestimmten Bedingungen verändern kann. Im Grunde ist die Beschreibung des Systems der Literatur durch die Formalisten nichts anderes als die Beschreibung des ›normalen‹ Charakters im Sinne Kuhns, der sich ebenfalls unter bestimmten Voraussetzungen verändern kann.

                  Die formalistische Analyse des Systems der Literatur soll sowohl werkimmanent als auch werkübergreifend und »entwicklungsgeschichtlich«[8] wirken. Viktor Schklowskij beschreibt die Literatur primär als differenziertes System von Gattungen. Die Gattung ist für Schklowskij

nicht nur stabilisierte Einheit, sie ist auch Entgegensetzung bestimmter Stilphänomene, die die Erfahrung als gelungen erweist, die eine bestimmte emotionale Färbung haben und als System empfunden werden.[9]

 

Es geht also – und dies verdeutlicht Schklowskij im Begriff ›Entgegensetzung‹ – auch immer um eine Dialektik des Alten und Neuen, die den Effekt der ›Verfremdung‹ zur Folge haben kann. Die oben beschriebene ›Literarizität‹ des Systems Literatur und des literarischen Gegenstands als Einzelnem ist also vor allem differenztheoretisch bestimmbar.

                  Der formalistische ›Verfremdungs‹-Begriff ist nicht gänzlich vergleichbar mit dem ›Verfremdungs-Effekt‹ Bertolt Brechts, der konzipiert ist als bewusstes Mittel der Nicht-Identität der Rezipienten mit dem verhandelten Gegenstand. Diese bewusste psychische Motivation und dramaturgische Inszenierung ist in der Verfremdungstheorie der Formalisten nicht erkennbar. In der formalen Methode streiten die systematischen, kanonisierten Automatismen gegen ihre Widerparte durch bestimmte literarische Verfahren; die formalistische Verfremdung vollzieht sich innerhalb eines Systems immer konfrontativ, beispielsweise mit den Mitteln der Parodie oder der Repetition.[10] Schklowskij schreibt dazu:

[D]as Verfahren der Kunst ist das Verfahren der »Verfremdung« der Dinge und das Verfahren der erschwerten Form, ein Verfahren, das die Schwierigkeit und Länge der Wahrnehmung steigert, denn der Wahrnehmungsprozeß ist in der Kunst Selbstzweck und muß verlängert werden; die Kunst ist ein Mittel, das Machen einer Sache zu erleben; das Gemachte hingegen ist in der Kunst unwichtig.[11]

 

Schklowskij fragt sich weiter, weshalb die Literatur bestimmte Verfahren der ›Entschleunigung‹ verwendet – und kommt zum Schluss, dass mit Hilfe der bekannten Mittel wie Peripetie oder Repetition der sprachliche Blick auf das bezeichnete Objekt verändert werden kann.[12] Dieser Blick ist nicht statisch, sondern dynamisch, da die sprachlichen Ausdrücke – hier nähern sich die Formalisten stark den grundlegenden strukturalistischen Erkenntnissen de Saussures an – als arbiträr aufgefasst werden.[13] Diese Arbitrarität kann mittels der Verfahren wahrgenommen und rezipiert werden.

                  Neben der Darstellung der Verfahren erachten es die Formalisten als dringend notwendig, die Frage nach der konkreten ›Funktion‹ von Literatur zu stellen. Diese Funktionsfrage verdeutlicht abermals den lebensweltlichen Standpunkt der Formalisten, die Funktion der Literatur wird nicht im Sublimen verortet. Feststellbar ist sie, so fasst es Striedter zusammen, nur

im Bezugssystem der literarischen Evolution, wodurch der literarhistorische Aspekt (in dieser speziellen Bedeutung) unerläßlicher Bestandteil formaler Analyse wird.[14] [Hervorhebungen im Original]

 

Die vitale Vorstellung von Literatur als »dynamische Rede-Konstruktion«[15] legt eine terminologische Verwendung des Evolutionsbegriffes nahe – durch die Fokussierung auf die veränderbare Sprache des Menschen. Doch ist die ›literarische Evolution‹ in den Augen der Formalisten keine unkontrollierte Evolution, die durch Zufälle geschieht, sondern eine organisierte Evolution. Diese vollzieht sich innerhalb des Systems der Literatur. Die Evolution ist dabei für die Formalisten nicht durch »individualpsychologische Bedingungen«[16] der jeweiligen Biographie des Produzenten motiviert, sondern abermals systematischer Art. Die Formalisten reduzieren ihre Aussagen über die psychische Konstitution der Verfasser ihres Forschungsgegenstandes gänzlich, da sie diese, wie anfangs beschrieben, für irrelevant in Bezug auf die Literarizität des Werkes halten. Die Evolution vollzieht sich dagegen stets in der »Konfrontation«[17] der Genres, in der das eine Genre bestrebt ist, das jeweils andere abzulösen:

Wenn wir davon ausgehen, daß Evolution die Veränderung im Wechselverhältnis der Systemglieder ist, das heißt: die Veränderung der Funktionen und formalen Elemente, so läuft Evolution auf die Ablösung der Systeme hinaus. Die Ablösungen können, je nach Epoche, langsam oder sprunghaft erfolgen; sie setzen keine plötzliche und vollständige Erneuerung, keinen Ersatz der formalen Elemente voraus – wohl aber eine neue Funktion dieser Elemente. Deshalb muß man bestimmte literarische Phänomene nach ihren Funktionen vergleichen – nicht nur nach Formen.[18]

 

Jurij Tynjanov beschreibt weiter die ›literarische Evolution‹, indem er bestimmte Etappen des Evolutionsprozesses feststellt:

1. als Kontrast zum automatisierten Konstruktions-Prinzip bildet sich dialektisch ein entgegengesetztes Konstruktions-Prinzip aus; 2. das neue Prinzip findet Anwendung; 3. es breitet sich aus, wird zur Massenerscheinung; 4. es automatisiert sich und provoziert entgegengesetzte Konstruktionsprinzipien.[19]

 

Michael Fleischer bezeichnet diese evolutionären Etappen als »dynamisches, aber abruptes Wechselspiel« mit einer »bipolare[n], oppositionsmäßige[n] Sichtweise«.[20] Der entscheidende Punkt liegt in der konstatierten Konfrontation der Konstruktionsprinzipien, die aus literarischen Verfahren bestehen. Diese bilden für die Formalisten die systematische Grundlage für eine Evolution in der Literatur. Das Alte streitet gegen das Neue in Form von literarischen Konstruktionen, die wiederum mit bestimmten literarischen Verfahren erstellt wurden. Dann setzt sich – und dies ist die historische Komponente im Schema – das neue Prinzip durch, weitet sich aus und bildet wiederum einen »normalen« – wie Kuhn es nennen könnte – Zustand heraus, in dem die Regeln des neuen Systems Anwendung finden. Doch auch diese schließlich automatisierten Konstrukte sind Alterungsprozessen und sozialen Veränderungen ausgesetzt, und werden – in einem erneuten Schritt – abermals einer konfrontativen Situation ausgesetzt. Die Formen evolvieren erneut.

 

Historisch-systematische Einordnungsversuche


Innerhalb des formalistischen Evolutionsschemas gibt es also jene Seite, die den neuen Weg beschreitet, und jene Seite, die auf dem alten Pfad bleibt. Für die Formalisten sind jene Texte, die sich den neuen Konstruktionsprinzipien verweigern, »Epigonen«.[21] Jene Konstruktionsprinzipien, die sich durchsetzen und die Evolution vollziehen, haben dagegen »imperialistischen«[22] Charakter. Auch dieser Kampfbegriff kann als semantische Einflussquelle des Darwinismus gewertet werden: Der Stärkste wird sich durchsetzen und jene, die es noch nicht wahrhaben können oder wollen, werden wohl oder übel zugrunde gehen, weil sie sich nicht an das stärkste Konstruktionsprinzip adaptiert haben, bzw. nicht imstande sind, Neues, Innovatives und Differentes zu bieten. Michael Fleischer erkennt im Postulat der Ablösung eines Konstruktionsprinzips durch das andere und in der These der Erzeugung des Neuen aus dem Alten Probleme der formalistischen Theorie:

[W]enn wir die Literatur als evolutiv auffassen wollen, dann muß das Gesamtsystem die Möglichkeit besitzen, neue Ordnung nicht nur durch die Kombination vorhandener Elemente, sondern auch durch Neuerfindungen, durch Herausarbeitung neuer Lösungen anzubauen. In einem ausschließlich auf der Ablösung von Elementen und Funktionen basierenden Mechanismus (...) kann keine Evolution greifen. (...) Das Prinzip des Funktionswechsels soll und kann keineswegs geleugnet werden, es muß nur durch die grundsätzlich gegebene Möglichkeit des Vergessens als evolutiven Faktor ergänzt werden.[23]

 

Die Kritik ist nicht unberechtigt, doch haben die Formalisten die Betonung auf die historische Komponente von Literaturwissenschaft eben nie außer Acht lassen wollen. Das formalistische Konstruktionsprinzip ist ohne die historische Komponente undenkbar, der Kern des Prinzips besteht darin, dass die Bausteine der alten Ordnung, also semantische Analogien, wiederverwendet werden können für das Gebäude der gegenwärtigen (oder neuen) Ordnung. Es müssten sich dann im Gegenzug die Fragen stellen, welche Elemente von Literatur den Diskursraum des ›Kampfes‹ bilden, wie weit komparative Analysen greifen und argumentieren dürfen und ob literarische Innovationen auch ohne den Rekurs auf das literarische Weltwissen zu erstellen wären – und diese Gegenfragen erscheinen gleichfalls als schwierig. Eine voraussetzungslose literarische Entwicklung scheint undenkbar, da diese Vorstellung einer creatio ex nihilo gleichkommt.

                  Es lassen sich – trotz der berechtigten Kritik Fleischers – erstaunliche Parallelen zu dem Konzept einer literarischen Evolution analysieren, das Karl Eibl erstellt hat. Dies wird im folgenden Kapitel näher verhandelt. Festzuhalten bleibt, dass innerhalb der formalen Theorie als maßgebliche ›Funktion‹ von Literatur die Schulung des Sehens der sprachlichen Potentialitäten in der Interaktion von Fiktion und Wirklichkeit erkannt werden kann.

                  Die biologische Evolutionslehre hat dabei insofern auf die formalistische Theorie eingewirkt, als dass der Systembegriff als Begriff der ökologischen Systeme, in denen sich die an die natürlichen Umstände angepassten Arten aufhalten und mit- bzw. gegeneinander leben, im Darwin’schen Sinne gebraucht wird. Zudem stellt nicht zuletzt der postulierte ›Kampf‹ der Konstruktionsverfahren gegeneinander einen Kampf mit Hilfe der Terminologien Darwins dar. Die terminologische Transformation des Evolutionsbegriffes durch die Formalisten hat also tatsächlich Teile der biologischen Theorie Darwins übernommen und damit eine frühe systemtheoretische Literaturtheorie des 20. Jahrhunderts geschaffen.

 

 

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Literatur des Russischen Formalismus: Eine Auswahl aus Primär- und Sekundärliteratur.

 

Eichenbaum, Boris: Aufsätze zur Theorie und Geschichte der Literatur. Ausgewählt und aus dem Russischen übersetzt von Alexander Kaempfe. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1965.

 

[Eichenbaum], Boris: Das Literarische Leben. In: Russischer Formalismus. Texte zur allgemeinen Literaturtheorie und zur Theorie der Prosa. Herausgegeben und eingeleitet von Jurij Striedter. München: Wilhelm Fink/ UTB, 1988, S.463-481.

 

Fleischer, Michael: Die Evolution der Literatur und Kultur. Grundsatzfragen zum Entwicklungsproblem (ein systemtheoretisches Modell). Bochumer Beiträge zur Semiotik, 16. Bochum: Dr. Norbert Brockmeyer, 1989.

 

Günther, Hans: Struktur als Prozeß. Studien zur Ästhetik und Literaturtheorie des tschechischen Strukturalismus. München: Wilhelm Fink, 1973.

 

Günther, Hans: Evolution. In: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Gemeinsam mit Harald Fricke, Klaus Grubmüller und Jan-Dirk Müller herausgegeben von Klaus Weimar. Bd.1, Berlin/ New York: Walter de Gruyter, 2007, S.530f.

 

Jakobson, Roman: Poesie der Grammatik und Grammatik der Poesie. Sämtliche Gedichtanalysen. Kommentierte deutsche Ausgabe. Bd. 1, gemeinsam mit Sebastian Donat herausgegeben von Hendrik Birus. Berlin/ New York: De Gruyter, 2007.

 

Lachmann, Renate: Die »Verfremdung« und das »Neue Sehen« bei Viktor [Schklowskij]. In: Poetica. Zeitschrift für Sprach- und Literaturwissenschaft. Herausgegeben von Karl Maurer, 3. Bd., Jahrgang 1970, München: Wilhelm Fink, S.226-249.

 

Schklowskij, Viktor: Von der Ungleichheit des Ähnlichen in der Kunst. Herausgegeben und übersetzt von Alexander Kaempfe. München: Carl Hanser, 1973.

 

[Schklowskij], Viktor: Der Zusammenhang zwischen den Verfahren der Sujetfügung und den allgemeinen Stilverfahren. In: Russischer Formalismus. Texte zur allgemeinen Literaturtheorie und zur Theorie der Prosa. Herausgegeben und eingeleitet von Jurij Striedter. München: Wilhelm Fink/ UTB, 1988, S.38-121.

 

[Schklowskij], Viktor: Die Kunst als Verfahren. In: Russischer Formalismus. Texte zur allgemeinen Literaturtheorie und zur Theorie der Prosa. Herausgegeben und eingeleitet von Jurij Striedter. München: Wilhelm Fink/ UTB, 1988, S.5-35.

 

Striedter, Jurij: Zur formalistischen Theorie der Prosa und der literarischen Evolutuion. In: Russischer Formalismus. Texte zur allgemeinen Literaturtheorie und zur Theorie der Prosa. Herausgegeben und eingeleitet von Jurij Striedter, München: Wilhelm Fink/ UTB, 1988, S.IX-LXXXIII.

 

Tynjanov, Jurij N.: Die literarischen Kunstmittel und die Evolution in der Literatur. Ausgewählt und aus dem Russischen übersetzt von Alexander Kaempfe. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1967.

 

Tynjanov, Jurij N.: Über die Grundlagen des Films. In: Poetica. Zeitschrift für Sprach- und Literaturwissenschaft. Herausgegeben von Karl Maurer, 3. Bd., Jahrgang 1970, München: Wilhelm Fink, S.510-563

 


[1] Vgl. Striedter: Zur formalistischen Theorie der Prosa und der literarischen Evolution, S.XXXf.

[2] Viktor [Schklowskij]: Die Kunst als Verfahren. In: Russischer Formalismus. Texte zur allgemeinen Literaturtheorie und zur Theorie der Prosa. Herausgegeben und eingeleitet von Jurij Striedter. München: Wilhelm Fink/ UTB, 1988, S.5-35, hier S.15. [Fortan: Schklowskij: Die Kunst als Verfahren.]

[3] Eichenbaum: Die Theorie der formalen Methode, S.48.

[4] Striedter: Zur formalistischen Theorie der Prosa und der literarischen Evolution, S.XXVII.

[5] Viktor [Schklowskij]: Der Zusammenhang zwischen den Verfahren der Sujetfügung und den allgemeinen Stilverfahren. In: Russischer Formalismus. Texte zur allgemeinen Literaturtheorie und zur Theorie der Prosa. Herausgegeben und eingeleitet von Jurij Striedter. München: Wilhelm Fink/ UTB, 1988, S.38-121, hier S.43. [Fortan: Schklowskij: Der Zusammenhang zwischen den Verfahren der Sujetfügung und den allgemeinen Stilverfahren]

[6] Viktor Schklowskij: Über die Funktionen des Sujets. In: Ders.: Von der Ungleichheit des Ähnlichen in der Kunst. Herausgegeben und übersetzt von Alexander Kaempfe. München: Carl Hanser, 1973, S.118-145, hier S.123.

[7] Vgl. Jurij Tynjanov: Das literarische Faktum. In: Die literarischen Kunstmittel und die Evolution in der Literatur. Ausgewählt und aus dem Russischen übersetzt von Alexander Kaempfe. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1967, S.7-37, hier S.20. [Fortan: Tynjanov: Das literarische Faktum]

[8] Günther: Struktur als Prozeß, S.12.

[9] Viktor Schklowskij: Neue Gattungen. In: Ders.: Von der Ungleichheit des Ähnlichen in der Kunst. Herausgegeben und übersetzt von Alexander Kaempfe. München: Carl Hanser, 1973, S.165-178, hier S.165.

[10] Vgl. hierzu Renate Lachmann: Die »Verfremdung« und das »Neue Sehen« bei Viktor [Schklowskij]. In: Poetica. Zeitschrift für Sprach- und Literaturwissenschaft. Herausgegeben von Karl Maurer, 3. Bd., Jahrgang 1970, München: Wilhelm Fink, S.226-249, hier S.246-249.

[11] Schklowskij: Die Kunst als Verfahren, S.15.

[12] Vgl. Schklowskij: Der Zusammenhang zwischen den Verfahren der Sujetfügung und den allgemeinen Stilverfahren, S.53.

[13] Vgl. Ferdinand de Saussure: Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. In: Sprachwissenschaft: Ein Reader. Herausgegeben von Ludger Hoffmann. Berlin/ New York: Walter De Gruyter, 2010, S.39-57, hier v.a. S.49.

[14] Striedter: Zur formalistischen Theorie der Prosa und der literarischen Evolution S.XXXf.

[15] Tynjanov: Das literarische Faktum, S.19.

[16] Tynjanov: Über literarische Evolution, S.57.

[17] Fleischer: Die Evolution der Literatur und Kultur, S.84.

[18] Tynjanov: Über literarische Evolution, S.58f.

[19] Tynjanov: Das literarische Faktum, S.21.

[20] Fleischer: Die Evolution der Literatur und Kultur, S.86f.

[21] Tynjanov: Das literarische Faktum. S.13.

[22] Tynjanov: Das literarische Faktum. S.30.

[23] Fleischer: Die Evolution der Literatur und Kultur, S.91.


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