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Wie stellt sich die wissenschaftliche Matrix dar? Vielleicht so? – By Lipedia (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons
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Wissenschaftstheorie und ›literarische Evolution‹

 

von Florian Grundei

 

Objektive Erkenntnis als evolutionärer Entwurf: Karl R. Popper


In seinen Studien befasst Popper sich mit dem 20. Jahrhundert, dessen Totalitarismen und Ideologien und legt seinen Fokus auf die wissenschaftsphilosophischen Gründe der Entstehung derselben. In der Schrift »Die offene Gesellschaft und ihre Feinde«[1] sieht er vor allem in Ansätzen Platons, Marx’ und Hegels den Nährboden für totalitäre Entwicklungen, die die Welt im 20. Jahrhundert erlebte. Sein Bestreben ist es daher, zu einer ideologiefernen Wissenschaft zu gelangen, um eine Wiederholung totalitärer Entwicklungen nachhaltig zu vermeiden. Vielmehr noch: Popper versucht in seinen Schriften die Wissenschaft aus der ›positivistischen‹ Warte, also ihrem Streben nach dem Erkennen einer finalen »Wahrheit«,[2] nach »Scheinproblemen«[3] herauszunehmen und sie auf die Basis einer objektiven, »evolutionären Erkenntnistheorie«[4] zu stellen. Die Erlangung finaler Wahrheit kann es für Popper seit den Erkenntnissen Immanuel Kants nicht mehr geben – seine Kritik an den oben genannten neuzeitlichen Ansätzen Hegels und Marx’ besteht daher vor allem im Vorwurf ihrer permanenten Missdeutung der Schriften Kants, da sie in ihren Schriften immer noch von einem präkantianischen Wahrheitspostulat ausgehen.[5] Poppers Intention ist die Vermeidung von Leid, welches – so sein Standpunkt – von totalitären Theorien ausgehen kann.[6] Theorien als Orte der Artikulation von Problemen dürfen sich daher nicht »immunisieren«,[7] sich also der Möglichkeit der Kritik entziehen, sie müssen auf allgemeinen »Basissätzen«[8] begründet sein, sich »bewähren«[9] können und auf ihre »Falsifizierbarkeit«,[10] also auf die Möglichkeit einer Verwerfung oder Modifikation hin einer »objektiven kritischen Prüfung«[11] unterzogen werden können. Diesen Problemlösungsvorgang beschreibt Popper anhand biologischer Erkenntnisse aus der Evolutionslehre, wonach Organismen, Individuen und schließlich kollektive Gemeinschaften in langen Entwicklungsschritten nichts anderes vollziehen als permanente Fehlereliminationen durch Adaptationen an die Umwelt, ohne die ein Überleben für sie nicht möglich wäre.[12]


Alles erworbene Wissen, alles Lernen besteht in der Veränderung (möglicherweise Verwerfung) irgendeines Wissens oder einer Disposition, die schon vorhanden waren; und letzten Endes in der Veränderung angeborener Dispositionen.  [13]

 

Für Popper besteht im Problemsituationsschema daher das zentrale Element jeglichen Handelns im Leben von Mensch und Tier: Der Satz »Alles Leben ist Problemlösen.«[14] fasst in nuce Poppers philosophische Grundthese zusammen. Durch die vorläufige Lösung von Problemkonstellationen kommt es zur Fehlereliminierung und als Folge daraus eben nicht zu einer statischen Form von Wahrheit, sondern zu einer neuen Problemsituation.[15] Das Problemlösungsschema wird von Karl Eibl als Grundlage seiner Überlegungen zur ›literarischen Evolution‹ herangezogen. Zudem übernimmt Eibl das Weltenkonzept von Popper als Grundlage seiner Überlegungen zur später dargestellten ›Nicht-‹, bzw. ›Zwischenwelt‹: Popper geht davon aus, dass sich unsere Welt aufteilt in eine Welt 1 der physikalischen Zustände, eine Welt 2 der »bewußten Erlebnisse«[16], sowie eine Welt 3 der »logischen Gehalte von Büchern, Bibliotheken, Informationsspeichern von Datenverarbeitungsanlagen«.[17] Durch den Austausch zwischen diesen drei Welten[18] – so die These Poppers – gelangen wir schließlich zu unserer Identität, zu unseren »Regelmäßigkeitsannahmen«, wie es Eibl formuliert. Insbesondere die Popper’sche Welt 3, die Welt der Abstrakta, stellt für Eibl den entscheidenden evolutionären Vorteil des Menschen heraus, da der Mensch hier seine Sprachfähigkeit und seine Fähigkeit zur »Vergegenständlichung« anwenden kann.

 

Reformen am Popper’schen Projekt: Thomas S. Kuhn und Paul K. Feyerabend


Thomas S. Kuhn hat in seiner Schrift »Die Struktur einer wissenschaftlichen Revolution«[19] versucht, Popper ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen. Kuhn sieht den normativen Aspekt der Wissenschaft, den Popper so sehr kritisiert, als natürliche Gegebenheit an und versteht das System der Wissenschaft wiederum als flexibles Matrixsystem (oder auch Paradigma). Innerhalb einer Matrix herrscht ein bestimmter wissenschaftlicher Konsens hinsichtlich »Meinungen, Werten und Methoden«,[20] die auf den Leistungen der Vergangenheit, dem »anerkannten Theoriegebäude«[21] beruhen. Die Matrix ist im Grunde eine Beschreibung der Ordnung eines kollektiven wissenschaftlichen Ortes, in dem Probleme verhandelt werden.[22] Die Lösung dieser Probleme geschieht entweder innerhalb der anerkannten Matrix oder außerhalb, da neue Erkenntnisse, Methodendiskussionen[23] und vor allem das Auftreten von »Anomalien«[24] den je einzelnen Teilnehmer zum Zweifel an derselben veranlassen können, sodass das Gerüst der Matrix in eine »Krise«[25] gebracht wird. Diese Krise ist der Grundstein der neuen Theorie, denn sie »lockert die Schablonen«[26] der Annahmen über die Zustände eines Problems innerhalb des anerkannten Theoriegebäudes. Es kann daher bedingt durch die Krise zum Austritt der Zweifelnden aus dem anerkannten Theoriengebäude kommen; dies geschieht aufgrund der Inkommensurabilität – also der Unvereinbarkeit – bestimmter Erkenntnisse mit jenem Grundkonsensus, auf dem die alte Matrix fußt.[27] Der Austritt aus der alten Matrix, das Erstellen eines neuen Theoriegebäudes auf einer neuen methodischen, terminologischen und normativen Basis, entwickelt wiederum eine neue Matrix. Eine »wissenschaftliche Revolution«, – es hätte auch schwächer formuliert werden können – hat dann stattgefunden, wenn sich »Sprache, Problemstruktur oder Normen der normalen Wissenschaft ändern«,[28] andere Teilnehmer des Wissenschaftsbetriebes[29] sich in der neuen Matrix einfinden und dem neuen Grundkonsensus gegenüber loyal sind. Karl Eibl übernimmt die Kuhn’sche Matrixstruktur als grundlegendes Schema für seine Darstellung einer ›literarischen Evolution‹. Die Deskription der Mechanismen wissenschaftlichen Handelns können – so Kuhn[30] mit Popper und Eibl übereinstimmend – auch für (Literar-)Historiker neue Forschungsschwerpunkte bilden. Hierfür bietet die Matrixstruktur eine mögliche Grundlage.

                  Der Versuch einer neuen Historiographie nach Karl Popper wird in den Schriften Paul K. Feyerabends unternommen.[31] Feyerabend argumentiert, dass jede wissenschaftliche Matrix ihre Berechtigung besitze, da der Einzelne als intellektuelles Individuum durch die Reflexionsfähigkeit – durch seine kognitive Konstitution – in der Lage sei zu interpretieren, ob er sich gegenüber Matrizen loyal verhalte, oder ob er sich durch die im obigen Abschnitt aufgezeigten Schritte veranlasst fühle, diese zu verlassen.[32] Die Entscheidung für oder gegen eine Matrix ist also wesentlich individuell bestimmt. Kritik übt er an Kuhns starrem Konzept der Matrix, da Kuhn – so Feyerabend – eine Kommunikation zwischen verschiedenen Matrizen faktisch ausschließt:


Kuhn meint, daß ein Verständnis zwischen verschiedenen Paradigmen nicht möglich ist, und findet so einen zusätzlichen Grund für seine Forderung einer Normalwissenschaft. Ich sage, daß Wissenschaften aus verschiedenen Paradigmen sich sehr gut verstehen können, und schließe, daß Stabilität des Sinns zum Verständnis nicht nötig ist.[33]

 

Dies ist ein klares Plädoyer für einen wissenschaftlichen Methodenpluralismus. In der Reflexionsfähigkeit, durch die dem Menschen eine Vielzahl an »Stilen, Traditionen [und] Ordnungsprinzipien«[34] zur Verfügung steht, besteht wiederum eine wesentliche Verbindung zwischen Feyerabend und Eibl. So beweist Eibl, dass die Evolutionsbiologie und der kritische Rationalismus im Feld der Literaturtheorie Einflüsse ausüben können; ein Ansatz, dem Feyerabend wohl zugestimmt hätte.

                  Feyerabend betrachtet die Kunst als ein weit älteres System als die Wissenschaft, beide funktionieren für ihn analog, indem sie soziale Traditionen und Konventionen formen; sie können daher auch beide analog beschrieben werden.[35] Anhand einer Analyse der wissenschaftlichen Diskurse zu einem bestimmten Zeitpunkt (bspw. die Diskurse zur Zeit Galileos)[36] zieht Feyerabend Rückschlüsse auf Denkprozesse der Gegenwart und plädiert für den wissenschaftlichen Blick über die Grenzen des jeweiligen Faches hinaus. Ein wesentliches Problem sieht er in der organisatorischen und institutionellen Verfasstheit der Wissenschaften und ihrer methodologischen Strenge – er setzt dieser Strenge einen interdisziplinären »theoretischen Anarchismus«[37] entgegen. Interdisziplinarität ist für ihn keine neue Forderung, sondern die Grundlage aller Forschungsbestrebung. Er ›kämpft‹ nicht dogmatisch wie Popper gegen ›feindliche‹ Theorien, die Popper ja bspw. bei Hegel sieht.[38] Für ihn gehört es zum Charakter der Menschen, dass diese in »freien Gesellschaften«[39] mit unterschiedlichen Meinungen und Tendenzen leben können. Hierin sieht Feyerabend einen entscheidenden evolutionären Vorteil: Die »Menschlichkeit« als solche,[40] damit meint er bspw. unsere Fähigkeit zur »Liebe, Trauer, Sympathie«,[41] bleibt in ›freien Gesellschaften‹ gewahrt, wird nicht unterdrückt, und wir überleben trotz unserer Differenzen in unserer jeweils gewählten Traditionslinie. Die Beschreibung der ›Evolution‹ kommt bei Feyerabend – über den Begriff des Fortschritts – daher der Historiographie der ›Tradition‹ gleich, Evolution im Sinne Poppers geschieht bei Feyerabend durch eine Transformation der Traditions- und Konventionslinien:


Jeder kann die Ausdrücke auf seine Art verstehen und gemäß der Tradition, der er angehört. (...) Und meine These ist, daß der theoretische Anarchismus zum Fortschritt in jedem Sinne beiträgt, den man sich aussuchen mag.[42]

 

 



[1] Karl R. Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Bd.1u.2. Übersetzt von Paul K. Feyerabend, Tübingen: Francke/ UTB, 1980. [Fortan: Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Bd.1 resp. 2]

[2] Vgl. Karl R. Popper: Objektive Erkenntnis. Ein evolutionärer Entwurf. Hamburg: Hoffmann und Campe, 1984, S.47. [Fortan: Popper: Objektive Erkenntnis]

[3] Karl R. Popper: Logik der Forschung. Tübingen, Mohr/ Siebeck, 1989, S.24. [Fortan: Popper: Logik der Forschung]

[4] Vgl. Popper: Objektive Erkenntnis, S.68.

[5] Vgl. z.B. Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Bd.2, S.30f. Hier übt Popper Kritik am »Dogmatizismus« der Schriften der »Romantiker« als Reaktion auf Kant. Vgl. Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Bd.1, S.9-19. Hier begründet Popper einleitend seine Wertschätzung für das Denken Kants.

[6] Vgl. hierzu umfassend, allerdings durchweg in hymnischem Pathos verfasst, Cathleen Pohl: Politische Irrwege. Die Totalitarismuskonzeption Karl Raimund Poppers. Stamsried: Ernst Vögel, 2007, hier v.a. S.164f. Vgl. zur Ethik Poppers Kurt Salamun: Zum Menschenbild Karl R. Poppers und seinen ethischen Implikationen. In: Karl Poppers Beiträge zur Ethik. Herausgegeben von Hubert Kiesewetter und Helmut Zenz. Tübingen: Mohr/ Siebeck, 2002, S.17-29, hier v.a. S.26ff.

[7] Den Begriff führt Popper im Sinne Hans Alberts ein. Vgl. Hans Albert: Kritik der reinen Erkenntnislehre. Das Erkenntnisproblem in realistischer Perspektive. Tübingen: Mohr/ Siebeck, 1987. S.111-117; Vgl. auch Hans Albert: Der Mythos der totalen Vernunft. Dialektische Ansprüche im Lichte undialektischer Kritik. In: Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie. Herausgegeben von Theodor W. Adorno/ Hans Albert/ Ralf Dahrendorf/ Jürgen Habermas/ Harald Pilot/ Karl R. Popper. Neuwied/ Berlin: Luchterhand, 1970, S.193-234, hier v.a. S.199f.; Vgl. Popper: Objektive Erkenntnis, S.30f., 276f.

[8] Popper: Logik der Forschung, S.76.

[9] Vgl. Popper: Objektive Erkenntnis, S.18; vgl. Popper: Logik der Forschung, S.199, S.211f.

[10] Vgl. Popper: Logik der Forschung, S.77-85.

[11] Vgl. Popper: Logik der Forschung, S.76.

[12] Vgl. Popper: Objektive Erkenntnis, S.70f. Popper weist hier auch auf mögliche tautologische Probleme des Darwinismus hin. Vgl. auch Karl R. Popper: Ausgangspunkte. Meine intellektuelle Entwicklung. Hamburg: Hoffmann und Campe, 1994, S.242-262.

[13] Popper: Objektive Erkenntnis, S.72.

[14] So der Titel einer Schrift Poppers: Karl Popper: Alles Leben ist Problemlösen. Über Erkenntnis, Geschichte und Politik. München/ Zürich: Pieper, 1996.

[15] Popper: Objektive Erkenntnis, S.254.

[16] Popper: Objektive Erkenntnis, S.74.

[17] Popper: Objektive Erkenntnis, S.74. [Hervorhebungen im Original]

[18] Vgl. Popper: Objektive Erkenntnis, S.74f.

[19] Thomas S. Kuhn: Struktur einer wissenschaftlichen Revolution. Zweite revidierte und um das Postskriptum von 1969 ergänzte Auflage. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1976. [Fortan: Kuhn: Die Struktur einer wissenschaftlichen Revolution]

[20] Kuhn: Die Struktur einer wissenschaftlichen Revolution, S.186.

[21] Kuhn: Die Struktur einer wissenschaftlichen Revolution, S.25.

[22] Hier bestehen Analogien zu dem Diskurs-Begriff Michel Foucaults, wenngleich Foucaults Ansatz vor allem fokussiert ist auf eine Deskription der von ihm konstatierten autoritären Strukturen innerhalb des Diskursraumes.

[23] Vgl. Kuhn: Die Struktur einer wissenschaftlichen Revolution, S.62.

[24] Vgl. Kuhn: Die Struktur einer wissenschaftlichen Revolution, S.65.

[25] Vgl. Kuhn: Die Struktur einer wissenschaftlichen Revolution, S.79f.

[26] Kuhn: Die Struktur einer wissenschaftlichen Revolution, S.102.

[27] Vgl. Kuhn: Die Struktur einer wissenschaftlichen Revolution, S.155.

[28] Kuhn: Die Struktur einer wissenschaftlichen Revolution, S.148.

[29] Vgl. Kuhn: Die Struktur einer wissenschaftlichen Revolution, S.155.

[30] Vgl. Kuhn: Die Struktur einer wissenschaftlichen Revolution, S.16f.

[31] Paul Feyerabend: Wider den Methodenzwang. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1976/ 1983. [Fortan: Feyerabend: Wider den Methodenzwang]; Paul Feyerabend: Erkenntnis für freie Menschen. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1980. [Fortan: Feyerabend: Erkenntnis für freie Menschen]; Paul Feyerabend: Wissenschaft als Kunst. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1984. [Fortan: Feyerabend: Wissenschaft als Kunst]

[32] Vgl. Feyerabend: Wider den Methodenzwang, S.112ff., 395ff.; Vgl. Feyerabend: Erkenntnis für freie Menschen, S.77.

[33] Feyerabend: Wider den Methodenzwang, S.375.

[34] Feyerabend: Wissenschaft als Kunst, S.44.

[35] Vgl. Feyerabend: Wissenschaft als Kunst, S.48f.

[36] Vgl. Feyerabend: Wider den Methodenzwang, S.105-119.

[37] Feyerabend: Wider den Methodenzwang., S.31.

[38] Vgl. Feyerabend: Erkenntnis für freie Menschen, S.88.

[39] Feyerabend: Erkenntnis für freie Menschen, S.12.

[40] Feyerabend: Wider den Methodenzwang., S.103.

[41] Feyerabend: Wider den Methodenzwang., S.103.

[42] Feyerabend: Wider den Methodenzwang., S.31.

 

 

 

Der Autor ist gelernter Verlagsbuchhändler und studiert Germanistik an der Universität Leipzig.

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