TexturenNeuerscheinungen

David-Christopher Assmann: Poetologien des Literaturbetriebs. Szenen bei Kirchhoff, Maier, Gstrein und Händler

Der Literaturbetrieb unterliegt spätestens seit den 1990er Jahren tiefgreifenden sozialstrukturellen Veränderungen, die immer wieder Anlass zu der Vermutung sind, sie ›beschädigten‹ die Literatur. Sind es die Entstehungs- und Vermittlungsbedingungen von Literatur, die zunehmend ihren Gegenstand – die Literatur selbst – ›bedrohen‹? Die Studie nimmt diese Frage zum Ausgangspunkt. Statt sich aber auf die Suche nach wie auch immer betrieblich ›beeinträchtigter‹ Literatur zu begeben, interessiert sie sich vielmehr dafür, wie sich Literatur über die Unterstellung ihrer ›Beschädigung‹ im und durch den Literaturbetrieb selbst beschreibt. Denn nicht nur das Feuilleton, sondern auch die deutschsprachige Literatur um 2000 setzt sich mit ihren Rahmenbedingungen auseinander. Texte von Bodo Kirchhoff, Andreas Maier, Norbert Gstrein und Ernst-Wilhelm Händler sind literarische Inszenierungen, Literaturbetriebs-Szenen, die an die Klage über den schlechten Einfluss des Betriebs auf die Kunst anknüpfen. Sie lassen auf je spezifische Weise Literaturbetriebsreflexion und -praxis in eins fallen.

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TexturenCampus

50 Jahre »Der eindimensionale Mensch«. Die Thesen Herbert Marcuses aus literaturwissenschaftlicher Sicht

Herbert Marcuse in Newton, Massachusetts (1955). Copyright holder: Marcuse family, represented by Harold Marcuse (http://www.marcuse.org/herbert/booksabout.htm) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/li
Herbert Marcuse in Newton, Massachusetts (1955). Copyright holder: Marcuse family, represented by Harold Marcuse (http://www.marcuse.org/herbert/booksabout.htm) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/li

Herbert Marcuses Schrift »Der eindimensionale Mensch. Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft« hat seit ihrem Erscheinen 1964 eine enorme Wirkungskraft entfalten können. [Teil I] [Teil II (Barthes und Brecht)]

TexturenCampus

Der Skeptizismus-Begriff in Saul Kripkes Wittgenstein-Lesart –
Eine Statusanalyse

 

Der junge Ludwig Wittgenstein. Aufnahme aus dem Jahr 1910
Der junge Ludwig Wittgenstein. Aufnahme aus dem Jahr 1910

Der Kern der in diesem und folgenden Artikeln zu untersuchenden Fragestellung liegt in der streitbaren Deutung von Wittgensteins Sprachverständnis, insbesondere seinem Verständnis der Regeln, die der Sprache zugrundeliegen und der Möglichkeit ihrer Anwendung durch einzelne Personen in dessen Spätwerk, den Philosophischen Untersuchungen. [erster Teil] [zweiter Teil]

TexturenRezension

Aus der Redaktion

 

Das neue Buch von Texturen-online-Redakteur Michael Schikowski: »Warum Bücher? Buchkultur in Zeiten der Digitalkultur«

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TexturenPresse

Spiegel Online: Großer Dramatiker, skrupelloser Geschäftsmann

Shakespeare
Shakespeare

 

 

Kann ein großer Poet auch ein gewiefter Geschäftsmann sein? Eine neue Studie über William Shakespeare enthüllt unromantische Details über die Wirtschaftsgebaren des Dramatikers, der in seiner Heimatstadt Stratford Getreide hortete und Steuern hinterzog.

[hier den gesamten Artikel bei Spiegel Online lesen]

TexturenGeschichte

"Überwucherung durchs Secundäre". Der Literaturbetrieb als Transportsystem ohne Inhalt

Fritz J. Raddatz. Copyright: Das blaue Sofa / Club Bertelsmann
Fritz J. Raddatz. Copyright: Das blaue Sofa / Club Bertelsmann

In Raddatz Tagebüchern 1982-2001 finden sich zunächst einmal recht eindeutige und wenig interpretationsbedürftige Aussagen über den Zusammenhang zwischen Literaturbetrieb und Ökonomie: „[...] alle sitzen wie die hungrigen Vögel mit aufgesperrtem Schnabel und denken: 'Geld, Stipendien, Preise.' [...] wir sitzen und reden über Geld, […]“. Interessanter als das Offensichtliche ist die Schilderung der Verkennung des Offensichtlichen.

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TexturenCampus

Eco und Barthes

Roland Barthes (links) und Guy Cuevas– Von Jiemth (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Roland Barthes (links) und Guy Cuevas– Von Jiemth (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

 

 

Roland Barthes radikaler Text der „Tod des Autors“ transportiert die These, ein Text sei zu verstehen als ein „Gewebe von Zitaten“, welches sich völlig von seinem Autor ablöst und ein Eigenleben führt. Dieser Gedanke findet sich in ähnlicher Form auch bei Umberto Eco.

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TexturenGeschichte

"Es ist etwas Eigentümliches um die schlechten Skribenten". Gottfried Kellers Satire auf den Literaturbetrieb

Gottfried Keller
Gottfried Keller

Die eigentliche Pointe der Missbrauchten Liebesbriefe Kellers besteht darin, dass hier eine Satire in Form eines Entwicklungsromans zweier sich konträr entwickelnder Personen geboten wird. Da ist einmal die Figur namens Viktor Störteler, der vom saturierten und behäbigen Kaufmann zum dilettierenden Modeschriftsteller absteigt und auf der anderen Seite der sozial gehemmte Schulmeister Wilhelm, der vom verhuschten Gelehrten zum lebenstüchtigen Gutsherren aufsteigt. Bindeglied zwischen beiden ist Gritli - erst Störtelers, dann Wilhelms Frau.

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